
Alkoholsucht ist eine der häufigsten Abhängigkeitserkrankungen in Deutschland – und auch in Aachen und der StädteRegion betrifft sie viele Menschen und ihre Familien. Der Weg aus der Abhängigkeit ist möglich, und in Aachen gibt es ein gut ausgebautes, professionelles Hilfesystem. Ob Beratung, qualifizierter Entzug oder langfristige Therapie: Die Stadt und ihre Kliniken bieten vielfältige, meist von den Krankenkassen finanzierte Behandlungsoptionen. Dieser Beitrag gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Angebote zur Alkoholbehandlung in Aachen.
Stationärer Alkoholentzug (qualifizierte Entgiftung) in Aachen
Bei körperlicher Abhängigkeit ist oft ein stationärer Entzug notwendig, um Entzugserscheinungen medizinisch sicher zu behandeln. In Aachen gibt es zwei führende Einrichtungen:
- Uniklinikum RWTH Aachen – Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Die Klinik verfügt über eine spezielle „Sprechstunde für Indikation Stationärer Alkoholentzug“. Hier wird geprüft, ob ein stationärer Entzug sinnvoll ist. Auf Station F (PS04) erfolgt die medikamentös gestützte Entgiftung kombiniert mit motivationsfördernden Gruppen- und Einzeltherapien. Auch Doppeldiagnosen (Alkoholabhängigkeit plus weitere psychische Erkrankungen) werden hier kompetent behandelt. Kontakt Sprechstunde: Tel. 0241 80-80166
- Alexianer Zentrum für seelische Gesundheit Aachen Auf der Theresa-Station wird die qualifizierte Entzugsbehandlung von Alkohol, Medikamenten und Cannabis angeboten – körperlich-medizinisch und psychiatrisch-psychotherapeutisch. Danach steht die Suchtambulanz für ambulante Nachsorge und Rückfallprävention zur Verfügung. Die Alexianer arbeiten eng mit den lokalen Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen zusammen.
Die Kosten für eine solche Entzugsbehandlung übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankenkasse nach Antragstellung durch den Hausarzt oder die Beratungsstelle.
